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Chalet: Ende Februar Türen geschlossen | Westfälische Nachrichten - Für Münster und das Münsterland - Lüdinghausen
 







Chalet: Ende Februar Türen geschlossen

Im Februar wird auch in Lüdinghausen dies Chalet-Zentrale ihre Pforten schließen, sagte gestern Werner Müller gegenüber den WN. Er ist vom Insolvenzverwalter mit der Abwicklung des Unternehmens beauftragt.Foto:
Im Februar wird auch in Lüdinghausen dies Chalet-Zentrale ihre Pforten schließen, sagte gestern Werner Müller gegenüber den WN. Er ist vom Insolvenzverwalter mit der Abwicklung des Unternehmens beauftragt.Foto:
(wer)


Lüdinghausen - Voraussichtlich noch bis in den Februar hinein läuft der Abverkauf der Waren bei der insolventen Möbelhauskette Chalet. Und dies nicht nur am Hauptsitz des Unternehmens in Lüdinghausen, sondern auch an den Standorten in Gelsenkirchen, Schwelm und Frechen. Das bestätigte Werner Müller, der Geschäftsführer der mit der Abwicklung beauftragten Noris TG, am Dienstag auf Nachfrage unserer Zeitung. Zudem gebe es in Wiesbaden eine sogenannte „Resterampe“, die Möbel aus allen ehemaligen Chalet-Standorten verkaufe. Die solle auch weiterlaufen. Das im Juni 2008 insolvent gegangene Unternehmen, die Kortendieck Möbelhandelsgesellschaft, hatte ehemals 15 Filialen.

Ursprünglich sollten sich die Pforten der verbliebenen Chalet-Häuser zum Jahresende 2009 schließen. Man habe die Kunden, die Möbel bestellt hätten, nicht im Regen stehen lassen wollen, betonte Müller. Lieferungen aus Fernost wie Malaysia, den Philippinen oder Vietnam und Spanien hätten sich verzögert, sodass die Häuser weiter geöffnet blieben. Auch das nachweihnachtliche Winterwetter habe Lieferungen per Lkw verzögert. Bis in den Februar seien aber diese Restgeschäfte abgewickelt. Seit November habe man in den Standorten keine Bestellungen mehr entgegengenommen. Bei der Übernahme der Abwicklung seien noch Aufträge im Wert von rund sieben Millionen Euro offen gewesen.


Angesprochen darauf, dass Kunden sich über die große Zahl an Teppichen im Chalet-Haus Lüdinghausen gewundert hätten, erklärte Müller, dass dort die Teppiche aus allen Standorten zusammengefasst worden seien. Er bestätigte aber auch, dass weitere „Warenbestände zugeführt“ worden seien. „Das ist aber durchaus üblich“, so der Kaufmann.

VON PETER WERTH, LÜDINGHAUSEN

13 · 01 · 10



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